Nachhaltig wirtschaften in der Zukunft

An der Wand eines mit Pflanzen bedeckten Gebäudes wachsen Pflanzen in speziellen Hydroponiktöpfen

Klimawandel als Zukunftsaufgabe

Hamburg zur klimaneutralen Metropole zu entwickeln, ist eine der großen Zukunftsaufgaben, die wir mit „Hamburg 2040“ angehen wollen.

Hamburg soll internationaler Vorreiter in Sachen Klimaschutz und -anpassung werden. Dabei gilt die Maxime „Nachhaltigkeit durch Innovation, nicht durch Verbote!“ Für ein besseres Gleichgewicht von Ökonomie und Ökologie sind technologische Innovationen und neue Geschäftsmodelle entscheidend. Daneben gibt es zahlreiche schnell umsetzbare Maßnahmen, mit denen Unternehmen zur klimaneutralen Metropole beitragen können.

Welche Maßnahmen können Unternehmen umsetzen?

Dach- und Fassadenbegrünung anlegen

Mit einer Dach- und Fassadenbegrünung kann nicht nur Regenwasser besser aufgenommen, gespeichert und in trockenen Perioden abgegeben werden, sondern es werden auch Emissionen gebunden, die Luft gereinigt und das Gebäude herunter gekühlt – je nach Ausmaß der Begrünung um mehrere Grad Celsius. So können zusätzliche Klimaanlagen eingespart werden. Wirtschaftlich ist das auch ein Vorteil: Denn ab einer Temperatur von 25 Grad Celsius nimmt die Arbeitsproduktivität (bei Arbeit in Innenräumen) je Grad Celsius um ca. zwei Prozent ab.
Weitere Infos: Es gibt Förderprogramme der Stadt Hamburg, die eine Fassadenbegrünung unterstützen. Beratung zu individuellen Lösungen für Ihr Unternehmen gibt es beispielsweise bei der Umweltpartnerschaft Hamburg.

Urban Gardening Spots schaffen

Eine noch kreativere Möglichkeit für Unternehmen, ungenutzte Dachflächen aufzuwerten, ist die Einrichtung von Urban Gardening Spots. Hier können Mitarbeitende ihr eigenes Gemüse und Obst anbauen und viel über regionale Ernährung lernen. Team-Building-Workshops (sofern es wieder erlaubt ist) im grünen Gemeinschaftsgarten bieten sich ebenfalls an. Neben den positiven Effekten auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen durch „grüne Dachoasen“, fördern Dachgärten ebenfalls Emissionsbindung, Luftreinigung und Regenwassermanagement. Durch den kurzen Transportweg des angebauten Gemüses und Obsts entfallen zudem die Emissionen der Auslieferungslogistik.

Nahaufnahme von Gartenpflanzgefäßen auf dem Dach aus recycelbaren Materialien, die auf Paletten im sonnigen Buenos Aires sitzen.

Auf nachhaltige Mobilitätslösungen setzen

Die Zukunft der Mobilität liegt in alternativen Antriebskonzepten und autonomen Lösungen. Elektro- und Wasserstoffautos können bereits jetzt für die Unternehmensflotte eingesetzt werden. Mit der Kombination verschiedener Antriebskonzepte werden die unterschiedlichen Anforderung abgedeckt. Für den Weg zur Arbeit oder zum Geschäftstermin stehen darüber hinaus in Hamburg zahlreiche Sharing-Angebote (Carsharing, Bikesharing) bereit, mit denen Mobilität zielgerichteter und effektiver organisiert werden kann.

Veranstaltungs-Tipp: Auf dem branchenübergreifenden Gathering HEY/HAMBURG werden im Sommer Ideen und Lösungen für nachhaltige Mobilität auf Straße, Schiene, Wasser und in der Luft diskutiert.

Regionale Klimaschutz-Projekte unterstützen

Das Kunden-Weihnachtgeschenk kann zum Beispiel durch eine Strauchpatenschaft ersetzt werden oder eine Spende zur Rettung von Hamburgs letzten Mooren. Auch die naturnahe Gestaltung des Betriebsgeländes kann zum Klimaschutz beitragen. So wird die Artenvielfalt gefördert und die Flächenversiegelung vermindert, was ebenfalls ein wichtiger Schritt für die Anpassung an die klimatischen Veränderungen sein kann.

Auf Ökostrom umsteigen

Der Umstieg auf Ökostrom ist eine effektive Methode für Unternehmen, den Anteil von Ökostrom am Gesamtstrom zu steigern. Fast alle Energieanbieter bieten inzwischen Ökostrom an. Dieser ist nicht unbedingt teurer als der Strom des lokalen Grundversorgers und kann zudem auch die Errichtung weiterer Erzeugungsanlagen fördern. Einige Grünstromanbieter bieten entsprechende Tarife an und fördern so zum Beispiel die Errichtung von Solarpanels in ehemaligen Braunkohleanbaugebieten.

Bildnachweis: istock.com/Getty Images

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