3 Fragen an Frank Fiedler: Wie wichtig ist Resilienz in der Zukunft?

1. Warum ist Resilienz eine so stark gefragte Eigenschaft in der Zukunft?

Weil die Stressbelastungen im privaten und beruflichen Kontext immer größer werden, war Resilienz auch schon vor der Corona-Pandemie eine sehr gefragte Eigenschaft. In Situationen, die von Unsicherheit und Komplexität gekennzeichnet sind, ist Resilienz gefragt, die Menschen und Unternehmen hilft, mit diesen Herausforderungen umzugehen. Auch das Zukunftsinstitut Hamburg nennt in mehreren „Megatrends“ Resilienz als wesentliche Kompetenz.

2. Wofür braucht jeder Einzelne von uns Resilienz in der Zukunft?

Ganz wichtig: Wir brauchen Resilienz, um gesund zu bleiben. Fast jeder hat das Bedürfnis, handlungsfähig zu bleiben und Stressbelastungen besser zu bewältigen. Hier bietet Resilienz mit ihren sieben Schlüsselfaktoren (Akzeptanz, Optimismus, Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung, Netzwerkorientierung, Lösungsorientierung, Zukunftsorientierung) einen sehr wirksamen Ansatz, sich auf die jetzigen und die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.

3. Wie können Unternehmen mithilfe von Resilienz krisenfest werden?

Unternehmen sollten auf allen Ebenen resilienter werden. Dazu gehört erstens die individuelle Resilienz, zweitens die Resilienz im Team und drittens die organisationale Resilienz. Resilienz-Workshops nur auf der Beschäftigteneben anzubieten ist ein guter Anfang, aber die Resilienz muss auch in den Teams und dem ganzen Unternehmen als Kompetenz entwickelt werden, damit es sich kulturell verankert und wirksam wird. Erst dann funktioniert Resilienz umfassend!

Zum Hintergrund: Was ist Resilienz?

„Resilienz“ stammt aus dem Lateinischen (resilire) (für zurückspringen oder abprallen) ab. Ursprünglich war damit die physikalische Fähigkeit eines Körpers gemeint, nach Veränderung der Form wieder in seine Ursprungsform zurückzuspringen. Resilienz wird ebenfalls in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen verwendet, beispielsweise im Ingenieurwesen, der Energiewirtschaft, als Resilienz von Ökosystemen und eben auch in der Psychologie. Der Begriff meint die psychische Widerstandskraft oder Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen und aus ihnen zu lernen.

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